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2 1/2 Wochen ..... ca. 5000 km
30-6-2010
Auf diese Reise habe ich mich nun sehr lange gefreut.Und heute ist es endlich soweit.Es geht in den Süden.
20 Meter vor dem Schweizer Grenzübergang war wieder mal viel Stop and Go.Weiter nicht schlimm aber wenn man die Bremse und die Kupplung zieht und das Motorrad will nur noch weiter,dann wird einem schon etwas mulmig. Und das am ersten Tag. Meine Fantasie wurde wieder farbenfroh und ich malte mir aus wie mein weiterer Urlaub weiter ging,nämlich auf dem Rücken eines gelben Engels. Ich schaffte es noch über die Grenze und stellte mich an der erst besten Stelle ab und und zückte mein Handy. Ich klagte mein Leid jedem, der meiner Meinung nach Ahnung von der Quota hatte. Doch durch jammern, lief die Quota auch nicht. Aber geteiltes Leid ich immer noch besser zu ertragen als alleine.
Seltsamerweise trennte die Kupplung wieder nach einer guten halben Stunde. Tapfer ging es 65 km weiter zu meiner ersten Station in der Nähe von Solothurn.
Am nächsten Morgen erhoffte ich mir von der Quota, dass sie ohne Zicken ihren Dienst verrichtet. Und siehe da, als ob nie etwas gewesen wäre fuhr sie ihres Weges dahin. Und das mulmige Gefühl verflog auch nach den ersten Kurven in den Bergen.
In Reusch packe ich das erste Mal meine Kamera aus und promt kommt die nächste Überraschung: "Aufnahme unmöglich.Entfernen sie den Akku" Ahhhhhhhh. Wird das jetzt der Urlaub des Horrors? Diesmal warte ich keine halbe Stunde und hoffe,dass die Kamera wieder funktioniert. Zum Glück waren es nur die Kontakte des Objektivs.Schnell geputzt und das erste Foto gemacht.
Auf der weiteren Fahrt gen Süden waren zwar einige Motive zu sehen aber das Kurvenkratzen hatte Priorität und dieser Spass hielt mich bis zum Lac de Roselend vom Fotografieren ab.
Chalet de Roselend
Wer in der Nähe von Cormet de Roselend (bei Albertville) ist,sollte unbedingt auch durchfahren.Es lohnt sich auch jeden Fall. Vielleicht sollte das Wochenende gemieden werden. Denn hier fühlen sich nicht nur viele Motorradfahrer wohl.
Das war so ziemlich der einzige Motorradler,den ich hier heute gesehen habe.
Früh morgens ist am Col d' Iseran nicht viel los. Kein Trubel,keine Hektik.
Dafür trifft man unverhofft Freunde, die auch auf das Quotatreffen nach Südfrankreich unterwegs sind.
Stelvio und Quota am Col d'Iseran
Erst in den kleinen Dingen des Lebens erkennt man das wahre Glück
Nachzügler am Col du Galibier
Verglas Frèquent;
aber heute nur Sonne und ab und an Wolken
Table d'orientation
So etwas braucht man hier nicht. Du weisst wo die Strasse ist, Dein Motorrad ist unter dir und vollgetankt . Mehr brauchst Du nicht zu wissen um einen guten Tag zu haben.
Hier oben in den Bergen herrscht eine angenehme Temperatur.
Doch das ändert sich im Tal schnell.
Ich bin eher ein Sonnenkind und brauche die Wärme aber diese Hitze, die in Südfrankreich unbarmherzig deine Transpiration auf Hochtouren bringt,muss man erst einmal verkraften. Wer denkt,dass einem auf dem Motorrad eh immer eine frische Brise um die Nase weht, hat sich verdenkt. Für das nächste Mal übe ich vorher vor dem heimischen Backofen. Mit 100 gr tiefgefrorenen Kroketten.
Die Ausfahrt am Treffen war zwar immer noch extrem heiss aber immer wieder eine Freude mit den anderen Guzzisten zu fahren. Eigentlich hat man dort in der Gegend gar keine Zeit sich mit der Hitze auseinander zu setzen. Es ist viel zu schön dort. Wie auch die Aussicht am Lac de Sainte-Croix
Es wirkt fast wie ein Horizont. Eigentlich ist es auch einer. Denn am Wasser beginnt eine neue Welt.
Dieses Schild ist wirklich gut platziert. Man sollte dort oben schon sehr auf der Hut sein vor dem bösen bösen Verdonfluss da unten.
Ob versteckte Werbung wirklich effizient ist?
Es ist Sonntag und die Strassen sind leer? Nicht wirklich.Aber ich war trotzdem überrascht wie wenig doch hier an einem Sonntag los ist.Vor allem bei so einem herrlichen Wetter.
Aber auch so ein tolles Wetter hat seine Schattenseiten.
Die Geier,die es hier im Canjon gibt habe ich zwar gesehen aber direkt gegen die Sonne zu fotografieren macht diese Tiere nicht unbedingt attraktiver.
Boot, Füsse oder Seele baumeln lassen.........manche wissen,wie es sich leben lässt
Berge üben auf mich eine unglaubliche Faszination aus. Manche sind grün, einige fluffig und andere sind das ganze Jahr über mit Schnee bedeckt aber alle sind sie mystisch. Vielleicht liegt es daran, welche gewaltigen Kräfte diese Bauwerke der Natur erschaffen ließen und lassen.
Auf meinem Weg in die Pyrenäen komme ich zum Glück in der Provence vorbei.
Das Erlebnis, diese Farbenpracht der riesigen Lavendelfelder zu sehen und vor allem zu riechen, ist praktisch ein Feuerwerk der Sinne.
Da ist es nicht verwunderlich, dass manch einer gleich in die Fluten der Düfte springt und ein Vollbad nimmt.
Aber ein kühles Nass wäre im Moment auch nicht zu verachten.
Dieses Motiv würde Vincent van Gogh sicherlich inspirieren.
Ich halte ja nicht viel von Massenproduktion. (back to the craft)
Aber endlos Lavendel kann einen schon sehr benebeln.
Vielleicht lag es am benebelt sein, dass ich in der Camargue kein einziges Foto gemacht habe. Oder es lag doch wieder an der Hitze,die hier unbarmherzig das letze H²O aus jedem ungeübten Nordeuropäer zieht.
Leider war die Camargue nicht so,wie ich sie mir vorgestellt habe. Die 570 nach Saintes Maries de la Mer werde ich,wenn ich noch einmal dort hin fahre, auf jeden Fall meiden. Der Ort selber ist stark frequentiert von Touristen. Ebenso die Campingplätze. Was man über schattenspendende Bäume nicht sagen kann. Es herrscht ein hohes Angebot an Animation (viele lustig sein wollende Menschen mit einem Mikro- oder Megaphon in der Hand tanzen immer und überall um dich herum. Ob du nun willst oder nicht. Schließlich bezahlst du dort horrende Preise an der Pforte (dieses Geld sollten sie vielleicht in Englischkurse für die Angestellten investieren) Die Prioritäten lagen auf diesem Campingplatz eindeutig auf Volksbespaßung, weniger Spaß macht es, wenn die sanitären Anlagen einen eher desolaten Anblick vorweisen und das nicht vorhandene Klopapier bringt einen vollends zum Weinen.
Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann,gibt es hier reichlich Wind.
Aber Wind war hier nicht mein grösstes Problem.
Wie die meiste Zeit dieser Reise war ich so gut wie alleine auf der Strasse unterwegs. Eine schmale aber gut ausgebaute Landstrasse. Bis zu dem Punkt, als Bauarbeiter wohl der Ansicht waren, dass die Strasse doch besser zu sein hat. Es dauerte eine Weile, bis ich an den Baumassnahmen vorbei konnte und nun fuhr ein Einheimischer mit seinem Auto vor mir. Und das sehr langsam. Wie ich schnell bemerkte aus gutem Grund. Der neue Strassenbelag,oder was er mal werden soll, war dermassen locker und glibberich, dass ich mich bis jetzt noch wunder, dass ich nicht gleich in die Botanik abgeschmiert bin.
Als ich mich schon fast an die Gegebenheiten gewöhnt hatte und schon Spass an der Sache bekam, sah ich, dass es nun noch steil bergauf ging. Und so manifestierte sich mein erstes Mantra in diesem Urlaub gen Autofahrer vor mir: " Bitte halt nicht an, bitte halt nicht an,bitte halt nicht an........."
Obwohl er langsamer wurde und mein Mantra immer lauter, hielt er nicht an.
Kurven und Straßenbelag nach meinem Geschmack.
Der erste kleine Blick auf das Mittelmeer seit der Camargue.
Das Dorf Collioure ist ein Besuch auf jeden Fall wert aber mich zieht es heute weiter in den Süden.
Die Küstenstrasse über Colera nach Cadaques macht unheimlich Spass. Sofern nicht viel Verkehr ist. Aber ich hatte wieder einmal Glück und puren Fahrspass.
In Cadaques erst einmal auf den Zeltplatz, soweit ich weiss der einzige in der Gegend. Schön gelegen, günstig und sauber. Falls man eine Katzenallergie hat, sollte man diesen Platz vielleicht meiden. Unmengen von Katzen streunern hier.
Nachdem ich das Zelt aufgebaut hatte, bin ich natürlich gleich nach Portlligat gelaufen.
Zu Dali's Museum.Deswegen war ich hauptsächlich hier. Auf dem Foto in der Mitte kann man die zwei silbernen Köpfe, die auf dem Dach des Museums angebracht sind, erkennen.
Dali's Leben und Kunst wird auch hier vermarktet als ob es kein Morgen gibt.
Sein Konterfei abgedruckt auf Bleistiften, Radiergummis, Tellern und Tassen.......
Ob das im Sinne von Dali war?
Mein Sinn ist es jedenfalls, zu sehen wie er gelebt und gearbeitet hat und gehe also in das Museum. Dort kann man nur als kleine Gruppenführung (ca 5 Leute) durch und die Zeit ist demnach begrenzt. Naja, immerhin bekommt man vielleicht noch ein paar Informationen.
Allerdings war bei den Angestellten keinerlei Euphorie für diesen Job zu erkennen. Eigentlich verständlich, wenn man mehrmals täglich den gleichen Text runterleiern muss.Und das in Spanisch, Katalan,Französisch und Englisch.
Da Salvador Dali,ich will es mal so ausdrücken, mein spiritueller Mentor ist, war die Begehung seines Hauses etwas Besonderes für mich.
Vielleicht bekam ich deshalb Gänsehaut.........oder Dali's unkonventionelles Haustier war schuld daran. (ausgestopfte Tiere sind ein Gräuel für mich)
Vielleicht hätte ich mir mal einen von denen ausleihen sollen?
Ansichten des Meisters
Die Bucht von Portlligat hat in der Abendsonne seinen eigenen Charme. Die Touristen sind fast spurlos verschwunden und man kann hier einen ruhigen und beschaulichen Abend geniessen.
Die Terasse des Meisters.
Ob er einen Telefonjoker für seine Motive hatte? Wenn ja,dann waren diese bestimmt nicht von dieser Welt. Vielleicht wollte E.T. immer hier anrufen?
Der nächste Tag.
Ich fahre ein paar Kilometer weiter nach Osten. Nach Cap de Creus. Der östlichste Punkt von Spanien. Und sehr windig. Hier beginnt nun mein eigentliches Projekt. -Die Pyrenäen von Ost nach West-.
Die Spanier und auch die Touristen scheinen keine Frühaufsteher zu sein. Ausser zwei Geschwaderjungs ( Mossos d'esquadra ) von der unabhängigen Polizei Katalonien.
Die Fahrt nach Figueres ist nicht wirklich aufregend und das grosse Museum von Dali in Figueres werde ich in diesem Urlaub nicht besuchen. Mich zieht es weiter in die Berge.
Der Stausee Panta de Boadella liegt in den östlichen Pyrenäen, die mit Höhen von 290 bis 600 Meter eher klein ausfallen.
Entlang der N 260 gibt es einiges zu entdecken. So auch die Congost de Collegats. Beeindruckende Felsformationen. Ich würde gerne mehr von dieser Schlucht sehen aber mein Motorrad unbeaufsichtig lassen ist mir dann doch nicht geheuer.
Diesen Kreisverkehr mag ich.
Kannst den ganzen Tag im Kreis fahren und hast immer eine schöne Aussicht.
See Embalse de Escales an der N 260.
Embalse de Escales an der N 260
Mein Tipp:
Estrecho de las Cambras -
Die erste Schlucht auf dieser Tour und ich bin hin und weg.
Aber aufgepasst: diese Schlucht ist eine Einbahnstrasse und nur über Osten zu befahren.
Mein Weg sollte über Nerin und dann nach Ordesa führen. Aber wie das so im Leben ist,man kann nicht alles haben und hab mich etwas verfahren. Jedenfalls hab ich jetzt einen Grund mehr noch einmal dorthin zu fahren.
Hier sieht der Nebel noch sehr beeindruckend und spektakulär aus.
Als ich meine Fotos im Kasten hatte, ging ich zurück zu meiner Guzzi und wunderte mich,dass sie irgendwie anders da stand als vorher. Irgendwie schräg.
Da hat sich doch tatsächlich der Seitenständer an die 3 cm in den Asphalt gebohrt. An der fehlenden Hitze kann das nicht gelegen haben. Bin ich doch im Schlaraffenland gelandet und die Strassen sind hier aus Kaugummi?
Von hier aus gesehen, sieht der Nebel immer noch nicht dramatisch aus.
Kurz nach dem Col de la Pierre St.Martin Gouffre bin ich von der D 132 abgebogen und mitten hinein in den Parc National des Pyrenees. Der Nebel war noch nicht so schlimm,dass man auf dieser Strecke keinen Spass haben könnte. Kilometerweit keinen Menschen zu sehen oder etwas das nach Zivilisation erinnert. Hier kommt man nicht sehr schnell vorran aber das spielt hier auch keine Rolle.
Was hier wohl nötiger ist? Verhaltenstherapeut oder Pediküre?
Noch kann ich Scherze machen.Aber das verging mir ein paar Kilometer weiter gewaltig.
In Laruns war das Wetter immer noch nebelig und nass aber was mir auf dem Weg zum Col d'Aubisque wiederfahren ist, war sehr speziell.
Schon im Dorf Eaux Bonnes konnte ich so gut wie nichts mehr sehen.Dass ich plötzlich in einem Kreisverkehr stand, erkannte ich auch nur,weil ich das auf dem Navi gesehen habe. Eigentlich hätte ich hier umkehren oder zumindest Rast machen sollen.Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt und vielleicht hört der Nebel ja bald auf.
Das tat er natürlich nicht. Also ich oben angekommen bin sah ich nur vereinzhelte Schafe.Aber nur,weil die direkt neben mir standen.Weiter konnte man nicht sehen.Und die Erfahrung zu machen durch einen unbeleuchteten Tunnel zu fahren,der voll bis obenhin mit Nebel ist,muss ich auch nicht noch einmal erleben.
Ziemlich geplättet komme ich am Campingplatz in Argeles-Gazost an.Dort laufen einige Hasen ohne Scheu frei herum.
So isst Frankreich.
Hasenbraten kommt frei Haus.
Aber dieses Mal ist er noch heil davon gekommen.
Hoffentlich ist das Wetter morgen besser. Den Col du Tourmalet möchte ich auf keinen Fall zu den gleichen Bedingungen fahren wie den letzten.
Meine Hoffung,dass das Wetter heute besser ist, hat sich erst einmal nicht erfüllt. Aber immerhin ist es nicht so nebelig wie gestern.
Vielleicht hatte ich auch diesmal mit einem Mantra das gute Wetter herauf beschworen (" Lass die Sonne in dein Herz,lass die Sonne in dein Herz,lass die Sonne....")
Jedenfalls fuhr ich nach ein paar Kilometern auf einen blauen Himmel zu und da war er zu sehen: der Tourmalet.
Die Strassen wurden neu gemacht. Zumindest sah man keinen einzigen Schriftzug mehr von der letzten Tour de France auf dem Asphalt und die nächste stand ja schon praktisch in den Starlöchern.
Der Nebel im Tal zog noch etwas höher aber heute würde er mich nicht mehr kriegen.
Der Titel für dieses Bild " Der alte Mann und der Berg" sollte keines falls ironisch sein.Vielmehr ist er angelehnt an den Klassiker " Der alte Mann und das Meer" von Ernest Hemingway. Dort geht es zwar nicht um einen Berg sondern um einen riesigen Merlin aber doch ist es auch ein Gleichnis für das Thema das es seit Menschengedenken gibt. Das Bekämpfen wollen der Natur durch den Menschen.
Ob bei Extremradfahrern andere Motive eine Rolle spielen,will ich nicht beurteilen.
Allein sein auf der Reise ist für manch einen gleich mit einsam. Doch diese Erfahrung zu machen sich mit sich selbst zu beschäftigen,wer man ist,was man will, kann sehr wichtig für die Wahrnehmung für sich selbst und seine Umwelt sein.
Nicht mehr weit zum Pass. Da wird noch mal so richtig in die Pedale getreten.
Geschmäcker sind ja verschieden aber wer findet solche Betonklötze schön?
An der D 618 liegt diese kleine Hütte. Da sich mein Hunger meldete kam es mir sehr gelegen,dass es hier Crepes ( 50 Cent das Stück) gab. Hier kann man auch auf deutsch bestellen.
In Andorra la Vella an der Hauptstrasse liegt ein Motorradshop am anderen. Hier kann man sich nach Lust und Laune austoben, wenn man genügend Zeit und das nötige Kleingeld hat.
Ein neuer Helm könnte ich mir eigentlich zulegen aber meine Guzzi alleine lassen werde ich auch hier nicht.
Diese Strasse lege ich jedem nahe, der sich den Stress nicht zumuten möchte ganz durch die Hauptstadt zu fahren. Hier herrscht absolute Ruhe und fast niemand zu sehen.
Hier sind einige Pferdchen mehr drin.....
Campinplatz in l' Hospitalet pres l' Andorre
Sauber,günstig und ruhig.
Den ganzen Tag am träumen und sinnieren....auf solchen Strassen wird man praktisch dazu genötigt.
(Ansicht von Westen)
400 Mio Euro hat der Bau des Viaduc de Millau gekostet.
Für eine Brücke ( 343m ), die höher als der Eifelturm ist, gar nicht mal so schlecht. Dafür ist die Benutzung natürlich nicht kostenlos.
Umsonst ist auch der Umweg nicht, den ich für diese Brücke gemacht habe.
Leider habe ich wieder das eine oder andere Motiv an dieser Brücke verpasst und so wird diese Gegend auf jeden Fall in einen kommenden Urlaub mit eingeplant.
Ansicht aus östlicher Richtung
An diesem Tag fuhr ich ca 350 km und nur solche kleinen schnuckelichen Strassen.
Gemütlich zwischen 80 und 100 kmh.
Ungemütlich wird es allerdings,wenn aus asphaltierter Strasse plötzlich Schotter wird und das Motorrad durch die Gegend rutscht. Zum Glück kam keine Kurve und die Bremse liess ich intuitiv auch in Ruhe. Etwas langsamer wurde der Schotterweg dann noch spassig.
Seit etlichen Kilometern kein Mensch oder etwas von Zivilisation zu sehen. Zum Fahren ist das natürlich ideal aber so ein Motorrad braucht ab und an etwas Zündstoff. Aber in dieser Gegend vergeblich zu finden.
Laut Navigation kam die nächste Tankstelle auf der Route in 19 km. Das war meiner Ansicht nach etwas zu weit. Also schaute ich im Navi nach der nächsten Tanke. Die wäre in 6 km. Also dann mal schnell dort hin.
Aber zu früh gefreut.Heute ist der 14.7 und das ist hier ein Nationalfeiertag. Schnell die nächste Tanke in's Navi gehackt, noch mal 6 km und weiter..........Mist,auch zu.
Da ich ja kein Mann bin und ich kein Problem damit habe,nach dem Weg zu fragen, tat ich das auch und eine freundliche Bedienung im Cafe nebenan gab mir den Tipp,dass in ca 1 km eine Tanke mit Kartenzahlung ist.
Beruhigter aber immer noch mit mulmigen Gefühl bin ich also in die Richtung.
Ca. 400 Meter vor besagter Tanke fing die Guzzi an zu stottern......prima. Noch ein Kreisverkehr und ich sah die Zapfsäulen schon vor mir. Mit dem wirklich allerletzen Tropfen Benzin hat es meine Quota also geschafft.
Die Quota hat einen 20 l Tank. Seit dieser Tankfüllung kann ich das bestätigen. 20,1 l passten rein.
Gorges la Bourne ist ein Traum zum fahren. Kann ich nur wärmstens empfehlen.
Diese Ecke bevorzugen auch viele Rennradler.
Als ich plötzlich vor einer Kurve einen Radler stehen sah und er mir zuwinkte und mir zu verstehen gab,dass ich langsam fahren sollte hatte ich schon die Befürchtung,dass dort etwas passiert sein musste. In der Tat lag nach der Kurve ein Radler neben einem Trekker. Seine Kumpanen halfen ihm auf die Beine und diese waren im Moment eher aus Gummi. Sah nicht gut aus der Junge. Einen kurzen Moment überlegte ich mir,dass das ja ein guter dokumentarischer Moment für ein Foto wäre.Aber verwarf den Gedanken gleich wieder. Ein Kumpel von dem Verunfallten sah das lockerer. Er zückte sein Handy und knipste munter drauf los.
Für die letzte Nacht habe ich mein Zelt auf dem Col de Madeleine aufgestellt. Nachts wird es auf 2000 Meter ziemlich frisch.Aber mit dem richtigen Schlafsack ist das kein Problem.
Für Romantiker kann ich den Sternenhimmel hier oben empfehlen. So viele und vor allem so klar sieht man die Sterne kaum wo anders.
Wild campen in Frankreich. Wieso bin ich da nicht früher drauf gekommen? Die Franzosen sehen das total enstpannt und haben damit kein Problem.
Das werde ich in Zukunft nur noch so in Frankreich machen.
Da es mir schon am Anfang meiner Tour hier so gut gefallen hat,wollte ich unbedingt noch mal nach Cormet de Roselend. Das Wetter war viel besser als beim ersten Mal.
Auf der ganzen Reise hatte ich einmal ganz kurz Regen in Südfrankreich. War nicht schlimm und ich war schnell wieder trocken.
Kaum bin ich wieder in Deutschland und wollte durch den Schwarzwald nach Hause fahren,begann der grosse Regen. Unter diesem Unterstand zwiebelte ich mich in die Regenpelle und der Regen hörte bis nach Hause nicht auf..........
Ich werde auf jeden Fall noch einmal in die Pyrenäen fahren. Ob das auch wieder im July sein wird, werde ich noch mal gründlich überlegen. Weniger Hitze wäre mir wesentlich symphatischer.
Dann werde ich auch die grossen Strassen meiden und nur noch die kleinsten Strassen unsicher machen.
Am liebsten würde ich gleich wieder los fahren wollen...........






























































































































































































































































































































